Die Low-Code Association e.V. hat eine neue Porträtreihe gestartet – und den Anfang macht niemand Geringeres als unser Gründer Karsten Noack.
Seit Jahrzehnten treibt Karsten die Entwicklung von Low-Code-Technologien maßgeblich mit voran – als Gründer von Scopeland Technology, als Autor, als Vordenker und als Vorsitzender der Low-Code Association. Warum ihn das Thema Low-Code seit jeher umtreibt, welche Vision er für die Zukunft hat – und was ihn darüber hinaus bewegt, erfahrt ihr im Kurzporträt.
Wir sind stolz, Teil dieser Bewegung zu sein – mit Karsten an der Spitze.
Was bedeutet Low-Code für dich?
Der Begriff „Low-Code“ steht für mich für die neue, zeitgemäße Methode zur Entwicklung individueller Softwarelösungen. Und das nicht nur für kleine Anwendungen, sondern auch für große und anspruchsvolle IT-Lösungen. Low-Code wird, im Zusammenspiel mit KI, die klassische Individualprogrammierung vollständig ersetzen.
Welche Veränderungen in der Digitalisierung würdest du dir für Deutschland wünschen?
Für Deutschland und für Europa würde ich mir wünschen, dass wir künftig mit etwas mehr Selbstbewusstsein auf unsere eigenen Stärken setzen würden, statt wie bisher ausschließlich auf Softwareprodukte und Technologien aus den USA. Dabei geht es auch um die Digitale Souveränität, was aber nicht mit Open Source verwechselt werden sollte. Es geht um die starke eigene technologische Basis, die endlich aus dem Schatten einiger weniger US-Marktführer heraustreten sollte. Nur so kann Digitalisierung gelingen, ohne dass wir noch mehr in unerwünschte Abhängigkeiten geraten.
Was motiviert dich, dich im Vorstand der Low-Code Association zu engagieren?
Ich engagiere mich im Vorstand der Low-Code Association, weil ich dazu beitragen möchte, dass sich in unserer IT-Welt solch moderne, zeitgemäße Denkweisen und Methoden durchsetzen. Es ist ehrenamtliche Öffentlichkeitsarbeit, nichts anderes. Ob es dabei, ganz unbewusst, auch darum geht, dem von mir gegründeten Low-Code Anbieter Scopeland Technology ein wenig Rückenwind zu geben, kann ich gar nicht genau sagen. Vielleicht ja, aber das ist nicht meine erste Motivation. In erster Linie geht es mir darum, ein klein wenig dazu beizutragen, dass sich technologischer Fortschritt und wirtschaftliche Vernunft flächendeckend durchsetzen möge.
Was machst du beruflich neben deinem Engagement im Verband?
Mit einem Bein bin ich noch immer der Firma Scopeland verhaftet, die ich gegründet und lange geführt hatte. Das Alltagsgeschäft überlasse ich jetzt gern meinen Mitstreitern und Nachfolgern in alle Bereichen, kann aber noch hier und da ein wenig Sinnvolles beitragen, z.B. in Fragen der künftigen Produktausrichtung, strategischen Marketings und allgemeinen Business Development. Außerdem wende ich viel Zeit und Kraft auf als Buch- und Fachartikel-Autor, und so ganz aufgegeben habe ich all die vielen Ideen für andere Projekte und Vorhaben auch noch nicht.
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