Low-Code als Schlüssel für moderne Fischereikontrolle

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) digitalisiert mit SCOPELAND

Digitalisierung des Managements der Fischereikontrolle – innovativ, effizient und europaweit führend

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) trägt eine zentrale Verantwortung in der europäischen Fischereiwirtschaft: Sie überwacht Fangquoten und Fischereiaufwand und sorgt für die Einhaltung strenger EU-Regelungen zum Schutz der Meeresressourcen.

Vor Projektbeginn war die IT-Landschaft der Verwaltung der Hochseefischerei in der BLE stark fragmentiert – geprägt von Einzellösungen, manuellen Prozessen und Medienbrüchen. Echtzeit-Analysen waren kaum möglich, und die zunehmende Komplexität der EU-Vorgaben erschwerte schnelle, datenbasierte Entscheidungen erheblich.

Mit dem Ziel, alle Prozesse der Fischereiaufsicht zu vereinheitlichen und digital zu steuern, entschied sich die BLE für einen grundlegenden Neustart – und setzte dabei auf eine der modernsten Low-Code-Plattformen Europas. Gemeinsam mit Scopeland Technology startete die Behörde ein Digitalisierungsprojekt, das heute europaweit als Leuchtturm der Verwaltungsmodernisierung gilt.

Unsere Lösung: FIT – Die digitale Plattform für die Fischereikontrolle

Scopeland Technology entwickelte das Fischerei-Informationssystem FIT, eine integrierte Low-Code-Lösung, die sämtliche Fachprozesse der Fischereiaufsicht digitalisiert und miteinander vernetzt.

FIT ist das zentrale Steuerungs- und Informationssystem der BLE: Es verwaltet Fischereifahrzeuge, Genehmigungen, Quoten, Fangdaten und geografische Informationen in einer einheitlichen digitalen Umgebung. Die Plattform kombiniert hohe Fachlichkeit, Datenintelligenz und Benutzerfreundlichkeit – und ermöglicht so einen vollständig digitalisierten Überblick über das Fischereimanagement.

Mehr als 58 Fachmodule und rund 2 Millionen Zeilen Code, davon 25 % mit Geodatenbezug, wurden zu über 99 % automatisch generiert mit der SCOPELAND Low-Code-Technologie.
Dieser außergewöhnliche Automatisierungsgrad verkürzte Entwicklungszeiten erheblich und schafft maximale Flexibilität für zukünftige Anforderungen.

Ein besonderes Highlight ist der Embedded-GIS-Ansatz: Geodaten sind vollständig in die Geschäftsprozesse eingebettet. Karten, Fanggebiete und Seegrenzen lassen sich auswerten und direkt in fachliche Entscheidungen einbeziehen – ein Novum in der europäischen Behörden-IT.

automatisch generiert

99,2%

automatisch generiert

Zeilen Code

2 Mio.

Zeilen Code

Fachmodule

58

Fachmodule

Geodatenbezug

25%

Geodatenbezug

Alles in einer Plattform vereint

Mit FIT verfügt die BLE erstmals über ein durchgängig digitales, vernetztes System, das alle Aufgaben der Fischereikontrolle zentral steuert.
Ob Datenaustausch mit EU-Systemen, Quotenverwaltung oder mobile Kontrolleinsätze – sämtliche Funktionen greifen nahtlos ineinander und schaffen so ein neues Niveau an Effizienz, Transparenz und Sicherheit.

Highlights & Funktionen

Highlights & Funktionen

  • Zentrale Datenplattform mit Schnittstellen zu elektronischen Logbüchern, EU-Systemen, Verkaufsdaten und nationalen Fachanwendungen

  • Automatisierte Cross-Checks und Plausibilitätsprüfungen für sichere, valide Entscheidungsgrundlagen

  • Digitalisiertes Fischereifahrzeugregister mit integrierten Antrags- und Genehmigungsprozessen

  • Nahtlos eingebettete GIS-Funktionalität für Kartendarstellungen von Fangreisen, Fanggebieten und Seegrenzen

  • Offline-fähige Kontrollsoftware für den Einsatz auf hoher See – robust und praxiserprobt

  • Fachanwendungen zu Fischarten, Fanggeräten, Windparks, Quoten, Seegrenzen u. v. m.

Projekterfolg

Das Projekt FIT gilt heute als technologischer Meilenstein in der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung:

  • Produktivbetrieb in kurzer Zeit, trotz sich wandelnder EU-Vorgaben

  • Hohe Flexibilität durch Low-Code bei neuen gesetzlichen Anforderungen

  • Hohe Usability, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit den Fachanwender:innen

  • Transparente Steuerung und Kontrolle aller Fischfangdaten in Echtzeit

  • Europaweite Vorbildfunktion – zahlreiche Behörden orientieren sich am FIT-System

 

Projekterfolg

Aufgrund der Komplexität der Anforderungen und der Größe des Projekts wurde ganz bewusst keine Entwicklung nach dem Wasserfallmodell oder Scrum-Verfahren gewählt, denn es bedarf bei solch einer Komplexität einer besonders agilen Vorgehensweise.

Christof Ansorge, Projektleiter BLE

Unverbindlich Kontakt aufnehmen

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie GIS-Daten in Ihre Fachanwendung integrieren können?