Anwendungsentwicklung

Die Entwicklung von Anwendungsprogrammen erfolgt nun ganz einfach, indem man sich die Datenobjekte, um die es geht, zunächst auf den Bildschirm holt. Da diese dem Prinzip folgen, sich selbst zu „kennen“, und selbst zu wissen, wie sie sich verhalten sollen, würde dies allein bereits genügen, um eine (zugegebenermaßen noch lange nicht perfekt gestaltete, aber immerhin schon funktionsfähige) Minimalanwendung zu bekommen.

Diese wäre immerhin schon in der Lage, die grundlegenden Anforderungen an Datenpflegeprogramme vollständig abzudecken, Eingaben gegen Plausibilitäten zu prüfen, eigenständig berechnete Spalten zu befüllen, dabei die Konsistenz der Datenbank zu sichern und all dies auch noch mit einem vergleichsweise hohen Benutzerkomfort incl. diverser Auswahlmechanismen, Such- und Blätterfunktionen, hochwertigen Editierfunktionen, Standardschnittstellen für den Import- und Export, und sogar mit Luxusfunktionen wie „Suche und Ersetze“. Tatsächlich kann man damit schon arbeiten, und manch ein SCOPELAND-Kunde setzt für selten benötigte Aufgaben solche einfachen Ad-hoc-Programme ein.

Diese Ad-hoc-Anwendung kann man nun iterativ verfeinern und ausgestalten:

Scopeland-Technologie

Mittels eines High level - Form Designers, der nicht nur die äußere Gestaltung der entstehenden Masken bzw. Webseiten ermöglicht, sondern tief in die Funktionalität eingreift, und mit einem Satz weiterer Werkzeuge, die allesamt auf diesem hohen ‚Applikationslevel‘ wirken (bis hin zu Workflow-Mechnismen und komplexen UML-basierten Prozessmodellen), kann man die vollautomatisch generierten Roh-Versionen der Programme schrittweise interaktiv immer weiter verbessern und ausfeilen. Der eigentliche Trick bei dem Ganzen besteht nun darin, dass der Anwendungsentwickler durch fortwährendes Verfeinern der Applikation jede gewünschte Ausbaustufe einer Applikation erreichen kann, ohne auch nur ein einziges Mal in den generierten Programmcode einzugreifen. Deshalb und nur auf diese Weise ist es möglich, dass Anwendungslösungen so ungemein flexibel sind: Anders als bei anderen Codegenerierungssystemen kann man jederzeit interaktiv, also ‚auf Modellebene‘ verändern, ohne dabei den manuell finalisierten Programmcode zu verlieren.

Flüchtige Betrachter meinen gelegentlich, so etwas sei zwar sicherlich „für kleine Sachen” zu gebrauchen, aber nicht für große, anspruchsvolle Fachanwendungen mit Hunderten von Benutzern und Tausenden von Tabellen und Dialogen. Aber es ist ganz anders: Gerade die größeren, die professionell aufgesetzten Fachverfahren profitieren in besonderem Maße von standardisierten Programmabläufen, wie sie SCOPELAND zugrundeliegen, und sie setzen viel weniger auf hübsche, hochindividuelle Spielereien, die zwingend Individualcode benötigen würden.

Je größer die Anwendung, desto mehr kann SCOPELAND seine Stärken ausspielen, Stärken, die bei der Entwicklereffizienz beginnen, ausgereifte Ergonomie und hohe Qualität und Stabilität umfassen, und letztlich in automatischer Dokumentation, viel niedrigeren Pflegekosten und weitaus höherer Plattformunabhängigkeit münden.

Natürlich kann man mit SCOPELAND auch kleine Anwendungen entwickeln, und viele tun dies auch regelmäßig. Aber es werden immer als „professionell“ erscheinende Lösungen, denen man bei weitem weniger den individuellen Programmiererstil ansieht als bei handgefertigten Programmen.