Mehr Integration

Vernetzte Welten statt Insellösungen

Wenn man heute neu darüber nachdenkt, wie die IT-Unterstützung in einer Verwaltung „eigentlich“ aussehen sollte, losgelöst von den Sachzwängen der Vergangenheit, dann auch folgendes auf:

Die Grenzen dessen, was eigentlich ein „Programm“ ist, beginnen zu verschwimmen. Eigentlich erwartet man, dass der PC des Sachbearbeiters ihn umfassend unterstützt, ganzheitlich! Alles, was den Bearbeiter tangiert, sollte immer und überall verfügbar sein, und zwar als Teil seiner alltäglichen Arbeitsumgebung.

Ein Beispiel der Vergangenheit, das besonderes zum Nachdenken anregt, ist die Unverträglichkeit von GIS- und sachdatenbasierter Datenbankanwendung: zwei getrennte Welten mit jeweils eigenen Programmen, Bedienfunktionen, Herangehensweisen und sogar mit stark voneinander abweichenden Begriffswelten. Es nicht einzusehen, warum man zwei unterschiedliche Programme erlernen und nebeneinander betreiben muss, um dieselben Sachverhalte erst in ihrem Sach- und dann in ihrem geographischen Kontext betrachten zu können. Warum eigentlich geht das nicht auch in einem Programm? Eine Frage, die oft gestellt wurde und auf die es jetzt endlich eine gute Antwort und eine bezahlbare Lösung gibt.

Ebenso unverständlich ist es, warum fast alle Fachanwendungen eigene Bestände an Nachrichten, Personen- und Adressdaten, Termine, Aufgaben, Notizen und dergleichen enthalten, ebenso Kataloge und vieles mehr – jede für sich in jeweils anderen Datenstrukturen, hochgradig redundant und demzufolge von nicht immer perfekter Datenqualität. Warum eigentlich, so mag man sich fragen, sieht man in seiner Bürokommunikationsumgebung andere Kontaktdaten als in der Fachanwendung? Warum erscheint der Termin, den man in der Fachsoftware eingetragen hat, nicht auf dem Handy? Wieso genügt es nicht, unterwegs eine Notiz in das Smartphone einzutippen, um sie anschließend in der zentralen Datenbank wiederzufinden?

Mehr Integration, diese Forderung gilt flächendeckend und auf allen Ebenen: Datenaustausch mit anderen Programmen und mit anderen Institutionen, Zugriff auf gemeinsame Ressourcen und Services in zentralen Diensteplattformen, Anbindung an ohnehin bestehende Datenvernetzungen und vieles mehr.